[Rezension] Angstraum

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von Nadine d’Arachart und Sarah Wedler

Erscheinungstermin: 22. Oktober 2019
Taschenbuch,
459 Seiten,

ISBN: 978-1701717176
€ (D) 12,99
ebook € (D) 0,99 AKTUELLER AKTIONSPREIS

Veröffentlicht über: Amazon KDP

 

Klappentext:

„Ein Raum.
Fünf Jugendliche.
Und eine Mordserie, die Hamburg in Atem hält.

Sommer 2006
Dunkelheit. Immer wenn das Licht ausgeht, kommt er zu uns in den Keller. Wir wissen nicht, wen er als Nächstes holt, nur eines ist klar: Er bringt uns in den Raum, und dort geschehen schreckliche Dinge. Wir haben keine Ahnung, was er mit uns macht. Aber wir glauben nicht mehr dran, dass wir jemals wieder nach Hause kommen.

Frühjahr 2019
Keiner von uns erinnert sich, was in dem Raum geschah – aber das ist in Ordnung, denn wir sind davongekommen. Doch dann beginnt das Grauen von Neuem. Menschen, die wir lieben, werden ermordet. Er ist noch nicht fertig mit uns. Und wenn wir ihn stoppen wollen, müssen wir unsere alten Wunden wieder aufreißen. Wir müssen uns erinnern.
Um jeden Preis.

Willst du wissen, was in dem Raum geschah?“

Meinung:

Vor 13 Jahren haben die fünf Jugendlichen David, Chris, Philipp, Sophia und Rahel eine unglaubliche Schuld auf sich geladen – und gleichzeitig sind ihnen Dinge widerfahren, die so unaussprechlich sind, dass sie sich nicht mehr daran erinnern können. Oder war das Grauen einfach so groß, dass sie es schlicht und ergreifend nicht wollen? Was ist damals nur geschehen?

Dies war mein erstes Buch des Autorenduos Wedler / dˋArachart und es wird vermutlich nicht mein letztes gewesen sein!
Schon von der ersten Seite an, nahm mich die düstere Stimmung gefangen.
Geheimnisse begleiten den Leser auf Schritt und Tritt, während wir häppchenweise erfahren, was sowohl damals, -als das Grauen seinen Lauf nahm- als auch heute geschieht. Wir springen dabei sowohl in den beiden Zeitebenen als auch zwischen den fünf Protagonisten hin und her, was das Spannungslevel enorm in die Höhe treibt. Erst nach und nach erfahren wir das gesamte Ausmaß der menschlichen Abgründe, bestehend aus Gewalt, Brutalität und anderen niedrigsten Instinkten.
Und wer nun denkt, das könne ja nicht so schlimm werden, schließlich sind die Autoren ja weiblich, hat sich gehörig geschnitten. Denn entgegen der weitläufigen Meinung, dass „Frau“ nur Emotion kann, verstehen sich die beiden Damen definitiv auch sehr wohl auf „blutrünstig und grausam“!

Darüber hinaus schaffen die beiden es, das ganze Konstrukt so perfide zu spinnen, dass man nie so genau weiß, wem man jetzt trauen kann, auf was man sich verlassen kann oder was man alles infrage stellen muss…
Anschuldigungen, das Spielen mit den größten und dunkelsten Ängsten sowie Misstrauen schaffen eine ganz eigene, beklemmende Atmosphäre und vor allem Sogwirkung – ein Unterbrechen des Lesens wurde mir echt schwer gemacht.

Für mich war „Angstraum“ ein fesselnder Thriller mit gelungenen Protagonisten, die beim Lesen viel Spaß gemacht haben. Jeder wächst einem auf eine eigene Art ans Herz, jeder für sich ist etwas ganz Besonderes – gerade deswegen war das Grauen umso greifbarer, vor allem wenn sich ab einem bestimmten Zeitpunkt die Toten quasi übereinanderstapeln 😉 Ich bin schockiert – gerne mehr davon!

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