[Rezension] Die letzte Erkenntnis

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Quelle: Amazon

Die letzte Erkenntnis 

von Bernadette Calonego   

Erscheinungstermin: 17. Oktober 2017 

Taschenbuch, 18,6×12,6cm
396 Seiten, 
ISBN: 978-1542048521


D: 9,99 €  
ebook D: 3,49 

Verlag: Amazon – Edition M

Die Autorin: 

Bernadette Calonego wurde in der Schweiz geboren und wuchs am Vierwaldstättersee auf. Bereits im Alter von elf Jahren veröffentlichte sie ihre erste Geschichte, ein Märchen, in einer Schweizer Zeitung. Nach dem Studium an der Universität Freiburg unterrichtete sie zuerst in England und der Schweiz, später arbeitete sie als Journalistin für die Agentur Reuters und als Auslandskorrespondentin einiger renommierter Zeitungen, wie der Süddeutschen Zeitung. Nach dem Umzug nach Kanada startete sie ihre Karriere als Schriftstellerin und hat seitdem neben Texten in Vogue, GEO und dem SZ-Magazin bereits vier Romane veröffentlicht. Sie lebt in der Nähe von Vancouver.
Mehr über die Autorin können Sie auf www.bernadettecalonego.com erfahren.



Klappentext: 

Auf der Suche nach dem Mörder seines Bruders stößt der kanadische Regisseur Lester Debuisson auf die Fälle von drei führenden Wissenschaftlern, die scheinbar zufällig im selben Jahr in ihren Heimatländern Schweiz, Deutschland und Italien ums Leben kamen. Er macht sich heimlich nach Europa auf, in der Hoffnung, die Zusammenhänge zwischen den Todesfällen aufzuklären. Bald erkennt er, dass er es mit mächtigen Gegnern zu tun hat.

Tia Brekmann reist auf eine kanadische Pferderanch und will dort mit ihrem Freund Urlaub machen. Sie ist auf der Flucht vor einem Trauma: Ihr Vater war einer der Wissenschaftler und wurde in ihrer Anwesenheit vor ihrer Haustür kaltblütig niedergeschossen. Statt der erhofften Erholung wird sie in verstörende Ereignisse im Umfeld der Ranch hineingezogen, und plötzlich werden die Mörder ihres Vaters auf sie aufmerksam … 

Zitate:

„Ihr Puls raste. Sie war keine Kämpferin, sie war ein Fluchttier wie Swansong. Flucht war ihre einzige Rettung.“ Seite 204

Meinung:

Vier Jahre nach dem dem Mord an seinem Bruder, geraten Lester Dokumente in die Finger, die ihn dazu ermuntern, noch einmal ganz neue Nachforschungen anzustellen. 
Währenddessen macht Tia Urlaub auf einer abgelegenen Ranch in Kanada. Klingt harmlos? Ja, sollte es wohl sein. Doch der Schein trügt, und schon bald schweben die beiden in Gefahren, die sie nicht hatten kommen sehen…


Dies war mein erstes Buch der Autorin, dementsprechend gespannt war ich auf das, was mich erwartete.


Wir erleben die Geschichte der beiden Protagonisten im Wechsel, jedes Kapitel aus der Sicht des jeweils anderen. Hierbei hat sich die Autorin viel Mühe gegeben es zu ermöglichen, uns in die Charaktere einzufühlen. Wir erfahren viel über die persönlichen Gedanken, Ängste und Beweggründe der Beiden. In Kombination mit kleinen Minicliffhangern an den Kapitelenden erschafft sie so eine solide Grundspannung, die sich über die gesamte Geschichte aufrecht hält. 
Ok, an ein paar Stellen holt sie mir etwas zu weit aus, und auch so manche Thematik bekommen wir mehrfach erklärt -nämlich jedes Mal, wenn einer der Charaktere sich mit jemand anderem unterhält, der noch nicht ganz im Bilde war-, aber dennoch habe ich den weiteren Verlauf durchgehend interessiert verfolgt. 
Bernadette Calonegos Ideenreichtum und Kreativität, was falsche Spuren und unerwartete Zusammenhänge betrifft, haben mir sehr gut gefallen und mich auch einige Male in die Falle tappen lassen. 
Jedoch muss ich auch zugeben, dass ich trotz der „soliden Grundspannung“ eine andere Klassifizierung des Buches gewählt hätte. Versteht mich nicht falsch, es ist definitiv interessant und gut geschrieben, aber ich persönlich würde es -auf Grund des Erzähltempos, des Verlaufs und der Geschehnisse- vermutlich eher in die Krimisparte stecken. Da wäre es für meine Begriffe etwas besser aufgehoben 😉


Auch das Überthema dieses Thrillers -Wissenschaft kontra Religion- hat mir sehr gut gefallen, aber auf Grund der bereits erwähnten Wiederholungen, erfährt man ab einem bestimmten Punkt nichts wirklich Neues mehr. Mir hätte es besser gefallen, wenn bestimmte Aspekte vielleicht verzögerter erwähnt worden wären. Ich denke, dass man aus einem derart komplexen Thema etwas mehr hätte herausholen können. 


Auch beim Schreibstil bin ich etwas zwiegespalten. Obwohl sich die Geschichte weitestgehend eingängig liest, sind mir des Öfteren kleine Ausdrücke ins Auge gesprungen, die ich etwas umgangssprachlich empfand. Ich glaube nicht, dass sie per se falsch waren, nur vielleicht etwas aus der Mode? Keine Ahnung. „Ereignisse überstürzten sich“, man „wischt einen Sachverhalt unter den Tisch“… Ich würde aus dem Bauch heraus eher zu „überschlagen“ und „kehren“ tendieren 😉 
Aber wie gesagt, diese Dinge sind eigentlich nicht schlimm, jedoch hat es mich in Summe gegen Ende des Buches dann doch zunehmend irritiert.


Alles in allem war „Die letzte Erkenntnis“ für mich interessant und unterhaltsam, eine angenehme Lektüre für Zwischendurch.
  
mein Fazit: 
                                 3 von 5 Sternen


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