[Rezension] Vengeful – Die Rache ist mein

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von V. E. Schwab

Originaltitel: Vengeful
Originalverlag: Tor Books, NY, 2018
Aus dem Amerikanischen von Petra Huber & Sara Riffel

Erscheinungstermin: 29. April 2020
Klappenbroschur,
528 Seiten,

ISBN: 978-3-596-70502-3
€ (D) 16,99 | € (A) 17,50
ebook € (D) & (A): 14,99

Verlag und Quelle für Bild, Autorenbeschreibung sowie Klappentext: Fischer Tor

 

die Autorin:

Victoria (V. E.) Schwab ist die Autorin der »Weltenwanderer«-Trilogie und der »New York Times«-Bestsellerserie »Vicious & Vengeful«. Sie wurde 1987 als Kind einer englischen Mutter und eines amerikanischen Vaters geboren und ist seitdem von unstillbarem Fernweh getrieben. Wenn sie nicht gerade durch die Straßen von Paris streunt oder auf irgendeinen Hügel in England klettert, sitzt sie im hintersten Winkel eines Cafés und spinnt an ihren Geschichten

Spoilerwarnung: 

Für alle, die den vorangegangenen Band noch nicht gelesen haben, enthält diese Rezi natürlich eventuell Spoiler.
Falls ihr jedoch neugierig auf die Reihe seid, aber Band 1 noch nicht gelesen habt, meine Rezension dazu findet ihr hier

Klappentext:

„Ein ExtraOrdinärer Rachethriller: „Vengeful. Die Rache ist mein“ ist der zweite Band von V. E. Schwabs „New York Times“-Bestseller-Serie um Victor Vale und Eli Ever.
Was ist besser, als die Frau des mächtigsten Mannes der Stadt zu sein? Die mächtigste Frau der Stadt zu sein – ohne Mann.
Als Marcella von ihrem eigenen Ehemann, dem Unterweltboss Marcus Riggins, umgebracht wird, schwört sie Rache. Und weil sie mit einer zerstörerischen Superkraft wiedererweckt wird, fällt es ihr nicht schwer, sie auch zu bekommen. Gegen alle Widerstände setzt sich Marcella an die Spitze des Imperiums ihres Mannes und merzt ihre Feinde gnadenlos aus. Auch mit der Hilfe anderer EOs, die sie um sich schart.
Alles läuft wie am Schnürchen – bis sie ihren größten Fehler begeht: Sie spielt Victor Vale und Eli Ever gegeneinander aus – ohne zu ahnen, welche Dämonen sie damit entfesselt …
Für Leser von Neil Gaiman, Wildcards, Leigh Bardugo, Ben Aaronovitch, Joe Hill, Stephen King und Fans von M. Night Shyamalan und der Fernsehserie »Heroes«.“

Meinung:

Seit ich vor ein paar Monaten in die Welt von Victor, Mitch, Eli und Syd eintauchen durfte, freue ich mich auf diese Fortsetzung. Abgesehen von ein paar kleinen Schwächen hat mir der Einstieg damals sehr gut gefallen – effektiv komme ich aus Band 2 jedoch wieder mit ähnlichen Gefühlen raus.

Wir bekommen noch eine Nebenstory in Form von Marcella, der Ehefrau eines Mafiabosses, präsentiert. Ich denke ihr könnt erkennen, auf was das hinausläuft. Betrogene Ehefrau, EO, Stolz und Rache. – Und dazwischen Victor, der mit ganz neuen Dämonen zu kämpfen hat. Denn irgendwas ist bei seiner Wiederbelebung schiefgelaufen und seitdem stirbt er – ständig.

Aber auch die anderen haben ihr Päckchen zu tragen, jeder auf seine Art. Die Art, in der die Charaktere und ihr Leben beschrieben werden, konnte mich wieder komplett fesseln. Denn diese kleine Oase, bestehend aus Mitch, Syd, Victor und Dol ist einfach Familie, inmitten von Tod, Verfolgung und noch mehr Tod. Die Atmosphäre switcht von komplett dunkel zu liebevoll geborgen, jedoch natürlich mit den bekannten Einschränkungen. Charaktere wie Victor sprühen nunmal nicht über vor Liebesbekundungen, die Lichtblicke und Gesten sind dafür dann umso herzerwärmender. Für meinen Geschmack hat man jedoch viel zu wenig von Mitch (meinem persönlichen Liebling) und Dom gelesen – sie sind ein bisschen im Getümmel untergegangen.

Alles in allem ist die Story in Band 2 für mich auch keine Neuerfindung des Rads, das hat man alles so oder so ähnlich schonmal gesehen. Erschwerend kommt hinzu, dass die richtige Handlung eigentlich erst nach ca. 250 Seiten beginnt. Es ist zwar alles wieder mit einem Countdown aufgebaut, von daher hat mir das spannungstechnisch gut gefallen. Jedoch verlieren wir uns in der ersten Hälfte einfach ein bisschen zu viel in Details und dem Drumherum, um dann, als die Action losgeht noch schnell einen weiteren wichtigen Charakter präsentiert zu bekommen – eine Einführung quasi in einem Nebensatz. Damit hat die Autorin in meinen Augen erneut ein bisschen Potential vergeudet, mir persönlich würde es straffer besser gefallen.
Zumal stilistisch wirklich viel zu holen ist. Es liest sich alles extrem flüssig, die Gedanken der Leute, Personen, von denen man nicht weiß, welche Intention sie verfolgen, bis hin zu den kurzen Kapiteln und den Zeitsprüngen um die einzelnen Hintergründe besser zu verdeutlichen. Wie gesagt, für meinen Geschmack müsste einfach ein bisschen weniger rein und gut wäre das Ding.

Jetzt ist Band 1 natürlich nicht lange her und für mich dementsprechend präsent. Dennoch wurden kleine aber feine Rückblicke eingebaut, ohne dass sie wirklich auffallen. Das ist sehr gelungen und erleichtert das Eintauchen in die Geschichte, aber auch den Mitfieberfaktor. Denn auch dieses Mal weiß man weder, wem man trauen kann, noch welche Allianzen echt sind oder welche nur bis zum ersten Problem halten. Das Ganze mündet dann in ein lautes und actionreiches Finale, das es in sich hat. Und natürlich werden viele Fragen nicht geklärt – es soll ja noch ein bisschen was an Spannung für die Fortsetzung übrig bleiben 😉

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