[Rezension] Darklands #1 – Im Reich der Schatten

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von Fabian Lenk

Erscheinungstermin: 08. März 2018
gebunden,
ab 12 Jahren, 208 Seiten,
220x156x25mm (LxBxH)

ISBN: 9783440153055
D: 12,99 €
ebook D & A: 8,99 €

Verlag und Quelle für Bild sowie Klappentext: Kosmos

 

 

Klappentext:

„Nach einem gewaltigen Meteoritenschauer ist die Erde verwüstet. Inmitten der Ödnis liegt Blackpool, eine Geisterstadt, in der Raven und seine Jugendgang jeden Tag ums Überleben kämpfen. Mit schnellen Fahrzeugen und geschickt gestellten Fallen verteidigen die Freunde ihr Revier. Nach einem Überfall müssen Raven und die „Desert Plants“ ihre Heimat überstürzt verlassen und machen sich auf die Suche nach Paxtonia. Dort soll es Wasser im Überfluss geben und Frieden herrschen. Vor ihnen liegt eine Reise voller Gefahren durch die Darklands – außerdem scheint es in den eigenen Reihen einen Verräter zu geben…“

Zitat:

„Frühling, Herbst, Winter? Fehlanzeige, allenfalls bekannt aus den Erzählungen der Älteren oder verschwommenen Erinnerungen.“ Seite 12

Meinung:

Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Meteoritenschauer und ein verheerender Tsunami haben fast alles zerstört. Es herrscht Dürre und alle zum Leben benötigen Ressourcen sind knapp.
In dieser Welt treffen wir auf Raven, den Anführer der Deserts, eine der konkurrierenden Banden in Blackpool. Seine Verantwortung ist groß, denn er ist für seine Leute verantwortlich, und das ist definitiv kein Zuckerschlecken!
Da passt es doch recht gut, dass er in einer ziemlich ausweglosen Situation jemanden trifft, der angeblich weiß, wie man nach Paxtonia kommen kann. Einem Ort, in dem es ruhig ist, Frieden herrscht und es ausreichend Wasser für alle gibt. Dennoch will dieser Schritt gut überlegt sein, denn die Reise könnte sehr gefährlich werden, wenn nicht tödlich enden.

Die Geschichte wird aus Ravens Sicht erzählt, jedoch bleibt er als Hauptcharakter, wie auch alle Nebendarsteller, relativ blass. Wir erfahren zwar, wie er zu dem wurde, der er heute ist, aber alles in allem kratzen wir für mein Empfinden eigentlich nur an der Oberfläche. Das hätte ich mir vielleicht etwas anders gewünscht, es ist jedoch -unter Bezugnahme der Zielgruppe- doch eher passend gewählt.
Ich sehe das Abenteuer um Raven und seine Bande tatsächlich im empfohlenen Altersbereich sehr gut aufgehoben. Hätte ich einen Sohn um die 12, würde ich ihm das Buch definitiv vermachen 😉
Und das nicht nur wegen der bereits erwähnten Art mit den Protagonisten umzugehen, sondern auch hauptsächlich, weil es ab ca. der Hälfte des Buches gefühlt alle zwei Minuten an einem anderen Ende scheppert. Kaum hat die Gruppe sich mühevoll aus einer Gefahr befreit – zugegeben, sie reisen mit wirklich viel Glück – wartet die nächste tödliche Überraschung bereits ein paar Meter weiter.
Ich vermute einfach mal, dass die meisten Erwachsenen das so ähnlich empfinden würden.
Und obwohl mir beim Lesen des Klappentextes bereits bewusst war, dass es sich hierbei vermutlich um eine, sagen wir mal junge, „Mad Max-ähnliche“ Geschichte handeln wird, was es auch sehr gut trifft, habe ich mich sofort in das Cover verliebt! Es hätte mir jedoch noch besser gefallen, wenn die im inneren des Buchs enthaltenen Illustrationen variiert hätten.

Für mich ist „Im Reich der Schatten“ ein gelungenes und spannendes Szenario voller tödlichen Gefahren, Misstrauen und Neid, in dem man nie weiß, wem man trauen kann oder wer einem bei der nächsten Gelegenheit das Fell über die Ohren zieht.
Gleichzeitig dürfen wir uns in dieser kaputten, trostlosen Welt ebenso über die schönen Dinge freuen, die zu einem Abenteuer in dieser Altersklasse einfach dazugehören, wie Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt.

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