[Rezension] Der Atlas der besonderen Kinder

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von Ransom Riggs

Originaltitel: A Map of Days
Originalverlag: Penguin Random House, NY 2018
Übersetzt von Silvia Kinkel

Erscheinungstermin: 01. März 2019
Hardcover
512 Seiten,

ISBN: 978-3-426-22657-5
D: 18,00 €
ebook D & A: 12,99 €

Verlag und Quelle für Bild, Autorenbeschreibung sowie Klappentext: Droemer Knaur

 

der Autor:

Ransom Riggs wuchs in einem kleinen Fischerdorf im südlichen Florida auf, einer Region, in der sich viele Amerikaner zur Ruhe setzen. Um nicht vor Langeweile zu sterben, begann er, in Musikbands zu spielen und mit seinen Freunden Filme zu drehen. Später studierte er in Ohio und Los Angeles Literatur und Filmproduktion.
Ransom Riggs dreht heute Werbefilme für Firmen wie Absolut Vodka und Nissan und arbeitet als Drehbuchautor, Journalist und Fotograf. Mehr Informationen finden sich auf seiner Website: www.ransomriggs.com

Klappentext:

„Endlich! Die Abenteuer der besonderen Kinder und ihrer faszinierenden Lehrerin Miss Peregrine gehen weiter – hier kommt »Der Atlas der besonderen Kinder«, Teil 4 von Ransom Riggs‘ herausragender Fantasy-Bestseller-Serie!

Miss Peregrine kehrt gemeinsam mit Jacob, Emma und den anderen besonderen Kindern in Jacobs Heimat Florida zurück. Gemeinsam versuchen sie, sich in die moderne Zeit einzufügen – inklusive langen Strandspaziergängen und anderen normalen Tätigkeiten.

Doch die amerikanischen Zeitschleifen, in denen sich die Besonderen vor der Welt verbergen, sind noch weitgehend unerforscht und schon bald ist Miss Peregrine von der Idee fasziniert, einen Atlas der Schleifen anzufertigen.

Dann findet Jacob heraus, dass sein Großvater Abe nicht alleine gegen die Monster gekämpft hat, die die besonderen Kinder jagen – und dass Abes Partner noch lebt. Aber auch altbekannte Feinde sind lebendiger, als es Jacob lieb ist….

Für alle Fans fantastischer Lektüre mit dem besonderen Etwas und der großartigen Verfilmung von Tim Burton“

Meinung:

Als großer Riggs-Fan war ich damals sehr traurig, als ich das Finale seiner Trilogie in Händen hielt. Folglich war ich weder bereit, noch gewillt, es zu lesen!
Ihr könnt euch sicher vorstellen, was für ein riesiger Stein mir vom Herzen fiel, als ich hörte, dass die Reihe nun doch weitergeht.
Da habe ich mich natürlich pronto an Band 3 gemacht und dementsprechend gut vorbereitet war ich auf das, was der „Atlas der besonderen Kinder“ für mich bereit hielt, denn es war natürlich alles noch wunderbar präsent 🙂

Nachdem -zumindest der Großteil davon- die Wights und Hollows besiegt wurden und die Kinder quasi geheilt, werden sie in Band 4 natürlich zuallerallererst mit der heutigen Zeit konfrontiert. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, häufig habe ich mich schmunzelnd dabei ertappt, dass selbst mir manche Dinge etwas suspekt sind. Wie muss es da erst jemandem gehen, der an die 100 Jahre in einer Zeitschleife gelebt hat!
Sei es der TV, der laut und bunt für Beschallung sorgt, riesige Einkaufszentren oder gar die Cremeauswahl in der Drogerie! Die Kinder begegnen hierbei der totalen Reizüberflutung und müssen natürlich zeitgleich aufpassen, nicht durch antiquiertes Verhalten aufzufallen. Gar nicht so einfach, wie man sich vielleicht denken kann 😉

Eigentlich wäre ja nun die Zeit dafür, sich zu erholen und sich quasi unter „normalen“ Bedingungen kennenzulernen, was sich die Kinder und natürlich Emma und Jacob definitiv verdient hätten. Nur… dann wären wir ja nicht bei den besonderen Kindern, oder? Und dementsprechend schnell ist es auch schon vorbei mit der Ruhe und es geht wie immer um Alles.
Mit viel Liebe zum Detail, Spannung und Einfallsreichtum entführt uns Ransom Riggs in das bunte Leben der Besonderen – Skurrilität und Staunen vorprogrammiert!
Aber auch alltägliche Themen wie Liebe, Freundschaft und deren Vergänglichkeit werden thematisiert, genauso ernste wie Rassismus, Vorurteile, Gewalt und vieles mehr. Dieser bunte Strauß ist es, der die Kinder für mich persönlich immer wieder zu etwas Besonderem werden lässt. Denn Riggs kann in meinen Augen viel, aber eben nicht „gewöhnlich“ 😉

Und so verlasse ich nun zum vierten Mal die Welt der Kinder, dieses Mal mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
Das weinende, weil mir zum ersten Mal eine Handhabe nicht so ganz gefallen hat. Ca. im letzten Viertel wird eine Zwischengeschichte eingebaut, die mir etwas zu hoppladihopp kam und auch wieder ging. Das war mir ein bisschen holprig und erschien auf den ersten Blick einfach etwas übertrieben, oder zumindest die Einleitung in diese Sequenz. Effektiv handelt es sich bei dem Ganzen wohl um eine Einführung oder Überleitung zu dem, was da noch kommen mag, also kann ich es wohl verknusen, auch, wenn ich es mir anders gewünscht hätte.
Aber das führt mich unweigerlich zum lachenden Auge: das Ende lässt mich auf ein baldiges Wiedersehen hoffen… Und das wiederum ist doch der HAMMER!!!

Für mich ist Band 4 sowohl ein gelungenes Wiedersehen mit den Kindern -auch wenn hier noch Fragen offen bleiben- als auch eine gekonnte Weiterentwicklung der Geschichte und der Charaktere, die viel Platz für weitere Abenteuer einräumt. Ich bin gespannt!

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