[Rezension] Die Sprache der Dornen: Mitternachtsgeschichten

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von Leigh Bardugo

Originaltitel: The Language of Thorns
Originalverlag: Imprint, 2017
aus dem amerikanischen Englisch von Michelle Gyo

Erscheinungstermin: 01. Oktober 2018
Hardcover,
288 Seiten,

ISBN: 978-3-426-22679-7
D: 16,00 €
ebook D: 13,99 €

Verlag und Quelle für Bild, Autorenbeschreibung sowie Klappentext: Knaur HC


die Autorin: 

Leigh Bardugo wurde in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Nach Stationen im Journalismus und im Marketing kam sie schließlich als Special Effects-Designerin zum Film. Leigh lebt und schreibt in Hollywood.

Klappentext:

„Sechs Winternachtgeschichten aus der Welt der »Krähen« von SPIEGEL-Bestsellerautorin Leigh Bardugo

Hungrige Wälder, magische Künste und schreckliche Geheimnisse: In der Welt von Kaz Brekker und seinen »Krähen« erzählt man sich in langen Winternächten gern Geschichten voller dunkler Versprechungen. Sechs davon sind hier zusammengetragen und werden von aufwendigen Illustrationen zum Leben erweckt. Von der Meerjungfrau, deren Stimme furchtbare Stürme heraufbeschwört, über eine alte Kräuterfrau, die viel mehr ist als sie scheint, bis zum hässlichen Fuchs, der sich beim falschen Mädchen einschmeichelt: Diese märchenhaften Erzählungen sind ein Muss für alle Fans der »Krähen« und Grisha.

Düster, magisch und wunderschön: Der eindrucksvoll illustrierte Erzählungsband ist perfekt für Fans der »Glory or Grave«-Reihe und der Spiegel-Bestseller-Autorin Leigh Bardugo („Das Lied der Krähen“ und „Das Gold der Krähen“)“

Zitat:

„Ich habe aber festgestellt, dass es ein Ding gibt, mit dem ich nicht leben kann, und das ist der Tod.“ Seite 61

Meinung:

Als Fan der „Glory or Grave“-Reihe musste selbstverständlich auch Leigh Bardugos Sammlung der „Mitternachtsgeschichten“ bei mir einziehen. Wenn etwas derartiges sozusagen als Reihenzusatz erscheint, bin ich immer besonders neugierig, da sie eine wundervolle Ergänzung darstellen können.
Natürlich sticht dem Leser zuerst die Aufmachung ins Auge. Farbgebung sowie die darauf enthaltenen Motive und Designelemente erregen Aufmerksamkeit. Sie konnten mich nicht nur neugierig machen, sondern wirken auch sehr gut abgestimmt und wertig! Verbessert wird das Ganze noch zusätzlich durch die zu den jeweiligen Märchen gehörigen Illustrationen, die sich im Verlauf einer Geschichte von Seite zu Seite weiterentwickeln, bis sich dem Leser am Ende das komplette Kunstwerk offenbart. Ich habe beim Umblättern voller Spannung jede Veränderung gesucht und auch bewundert!

Aber natürlich seid ihr heute vermutlich nicht nur hier, um etwas über Optik und Haptik zu erfahren, oder? 😉 Ich kann euch beruhigen! Oder eher die Nase lang machen?? Hmmm…
Denn auch der Inhalt konnte mich überzeugen. Das -zugegeben mit 288 Seiten überschaubare- Büchlein ist unterteilt in 6 Märchen: eins aus Semeni, drei aus Rawka, eins aus Kerch und eins aus Fjerda.
Über Ideenreichtum und Kreativität muss ich an dieser Stelle wohl nichts groß erzählen, ist ja schließlich nicht das erste Buch, das ich von Leigh Bardugo lese.
Jedoch weicht der Schreibstil natürlich etwas von ihren sonstigen Werken ab. Klar, es sollen ja auch „Mitternachtsgeschichten“ sein, dementsprechend klingt die Ausdrucksform natürlich auch. Ich konnte mir beim Lesen wirklich gut vorstellen, diese in einem Schaukelstuhl vorzulesen. Wobei ich jedoch dazu sagen muss, dass diese Märchen die Bezeichnung „Mitternacht“ zu recht tragen. Der Großteil ist recht düster, stellenweise unheimlich und ja, es geht auch ab und an blutig zu! Andererseits muss man in diesem Kontext aber genau genommen ebenso zugeben, dass die meisten der uns bekannten Märchen ja auch nicht wirklich kindgerecht sind, oder? 😉
Was sie auf jeden Fall gemeinsam haben, sind Werte und Weisheiten die sie übermitteln wollen. Quasi die „Moral der Geschichte“.

Für mich ist „Die Sprache der Dornen“ eine tolle Ergänzung, die mich verzaubert hat. Dunkle und gleichzeitig lehrreiche Geschichten voller Magie und Fantasie machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem!

2 KOMMENTARE

  1. Huhu Jacqueline,
    ich habe bislang nur ein Buch von der Autorin gelesen. Mit „Das Lied der Krähen“ habe ich mich leider sehr schwer getan. Irgendwie kam ich lange Zeit nicht rein. Als die Geschichte dann spannender wurde, war es für mich wohl zu spät. Aber ich möchte L.B. unbedingt noch einmal eine Chance geben, gerade weil sie von vielen Lesern so gefeiert wird.
    Der Kurzgeschichtenband klingt sehr interessant. Mitternachtsgeschichten passen natürlich thematisch auch sehr gut zu der Jahreszeit. Ich werde das Buch mal im Hinterkopf behalten. Hast du noch andere Bücher von der Autorin gelesen? Wie fandest du sie?

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    • Huhu Liebes,

      ich habe beide Krähen+Kurzgeschichten und Wonder Woman gelesen. Letzteres fand ich gut, aber die Krähen fand ich absolut genial. Band 2 sogar noch mehr als der erste 🙂
      Sind halt keine Nebenbeibücher, dafür sind es zu viele Charaktere und Schauplätze, das gefällt nicht jedem. Aber ich fand’s toll ❤️

      LG
      Jacqueline

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