[Rezension] Beastmode #1 – Es beginnt

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von Rainer Wekwerth

Erscheinungstermin: 18. Januar 2020
Klappenbroschur mit Kaltfolie,
320 Seiten,
ab 14 Jahren;

ISBN: 978-3-522-50630-4
€ (D) 17,00 | € (A) 17,50
ebook € (D) 12,99

Verlag und Quelle für Bild, Autorenbeschreibung sowie Klappentext: PLANET!

 

 

der Autor: 

Rainer Wekwerth hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und dafür Preise gewonnen. Zuletzt die Jugendbuchpreise Segeberger Feder, Goldene Leslie und Ulmer Unke. Mit seiner „Labyrinth“-Trilogie landete er zudem auf der Spiegelbestsellerliste. Die Kinoverfilmung ist in Vorbereitung. Seine „Pheromon“-Buchreihe, erschienen bei Planet!, wurde für vier weitere Buchpreise nominiert, darunter für den renommierten Buxtehuder Bullen und den Deutschen Phantastik Preis. Mehr Infos unter: www.wekwerth.com

Klappentext:

„Sie sind die letzte Hoffnung der Menschheit: Damon Grey, ein unheimlich gut aussehender, zweihundert Jahre alter Dämon. Amanda Nichols, die von sich behauptet, eine Göttin zu sein. Wilbur Night, der am ganzen Körper tätowiert ist und für fünf Sekunden die Zeit anhalten kann. Malcom Floyd, ein nicht klein zu kriegender Vollnerd, der unverwundbar ist. Und Jenny Doe, halb Mensch, halb Maschine, die keinerlei Erinnerungen an ihre Vergangenheit hat. Sie müssen herausfinden, was es mit dem mysteriösen Energiefeld auf sich hat, das im Pazifischen Ozean entdeckt wurde. Wissenschaftler vermuten, dass es ein gigantisches Portal ist, das in eine andere Dimension führt. Doch bislang ist keiner je zurückgekehrt …“

Meinung:

Fünf Jugendliche mit besonderen Fähigkeiten, dazu bestimmt das Überleben der Menschheit zu sichern. Na da trifft es sich doch gut, dass es bei Wilbur, Amanda, Jenny, Damon und Malcolm nur bedingt um „normale Jugendliche“ handelt, oder?

Viele von euch Wissen, dass ich bei übernatürlichen Dingen, Fiction und besonderen Fähigkeiten nur schwer „nein“ sagen kann. Vor allem dann nicht, wenn die menschliche Rasse bedroht ist 😉
Und was Rainer Wekwerth mit Beastmode wieder gezaubert hat, hat mich ein weiteres Mal echt umgehauen.

Die Ideen, mit denen die Fünf zum Leben erweckt wurden, der Einfallsreichtum mit dem sie und ihre Fähigkeiten gestaltet und dem Leser präsentiert wurden, ist einfach nur Hammer – und werden für mein Empfinden eigentlich nur davon getoppt, wie sich die Geschichte am Ende entwickelt. Aber überzeugt euch selbst!

Erzählt wird im Wechsel aus Sicht der einzelnen Protas, die sich so auch für den Leser mehr oder minder, je nach Person, mehr oder minder sympathisch gestalten und von dort aus noch extrem entwickeln. Diese Wechsel erzeugen nicht nur Nähe sondern auch Spannung. Denn gerade die Beweggründe und Gedanken intensivieren den Reiz am Ganzen noch zusätzlich.

Es gibt jedoch auch 2-3 Kleinigkeiten, die ich nicht so toll fand.
Zum einen gefällt mir zwar die Teambildung im Handlungsverlauf, jedoch hätte es für mich etwas weniger „Liebelei“ sein dürfen. Leider kann ich diesen Punkt nicht weiter ausführen, ohne zu spoilern…
Zum anderen strotzt die Geschichte von phänomenalen Einfällen, Wendungen und Spannungsspitzen – jedoch gibt es für mich andererseits einfach ein paar Szenen, die mir zu glatt liefen.
Eine andere Sprache wird benötigt? Kein Problem, et voilà.
Man hat ein Problem, das schwer zu lösen ist? Kein Problem, ich kenne da zufällig jemanden…
An sich nicht weiter schlimm, aber so wirkten manchen Szenen etwas hoppladihopp auf mich, ihr versteht? Ich denke, da wäre noch Platz für zusätzliche Handlung gewesen.
Und obwohl ich Rainers Stil wirklich liebe, hat mich eine Sache wirklich ein kleines bisschen genervt. Warum muss denn nur immer alles „brüllen“?
Aufbrüllende Maschinen, Menschen und Emotionen – und mir begegnet dieses Wort mittlerweile bei mehreren Autoren regelmäßig. Ok, das mag vielleicht ein subjektives Empfinden und Jammern auf hohem Niveau sein, aber mich stört es mittlerweile einfach, tut mir leid. Kennt ihr sowas auch?

Alles in allem klang das jetzt vielleicht nach viel Gemotze, ist aber auf Grund des Gesamteindrucks definitiv zu vernachlässigen!
Ich für meinen Teil hatte viel Spaß bei diesem Dilogieeinstieg, bin absolut begeistert von Kreativität, Stil und Einfallsreichtum und wie immer überrascht, wie schnell dieses Schätzen inhaliert war.
Aber vor allem bin ich wahnsinnig neugierig, wie es weitergeht, denn das Ende hat es in sich! Zum Glück muss ich mich ja nur bis August gedulden 😉

4 KOMMENTARE

  1. Huhu!

    Die Idee an sich klingt ja nicht neu, aber anscheinend wurde es ja originell umgesetzt 🙂
    Ich hab von R. Wekwerth bisher leider noch kein Buch gelesen. Nur in „Pheromon“ hab ich mal die ersten Seiten durch gelesen, aber mir hat der Schreibstil da auf den ersten Blick leider nicht getaugt. Wäre natürlich eine Überlegung wert, es hiermit nochmal zu versuchen.

    Allerdings mag ich „Liebeleien“ ja auch gar nicht gerne, vor allem wenn sie unnötig sind, und wenn alles zu glatt läuft und den „Helden“ alles zu schnell in die Hände fällt, davon bin ich auch kein Fan. Ich werde wohl einfach noch ein paar Meinungen abwarten und schauen, was mein Bauchgefühl sagt 🙂

    Und ja, ich hab auch so Wörter die ich nicht mag, brüllen, wenn es ständig ist, finde ich auch komisch xD
    Ich find auch „kichern“ blöd, weil das oft genommen wird, obwohl es für mich überhaupt gar nicht in die Situation passt. Ich weiß noch, dass Edward in der Biss Reihe ständig gekichert hat, das fand ich sowas von doof und unpassend und hat mich mega genervt 😀

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Huhu Aleshanee,

      ja, ich kann deine Bedenken verstehen. Es ist jetzt nicht so, dass die Liebeleien im Vordergrund stünden. Aber ich hätte sie in dem Kontext einfach so gar nicht gebraucht, passt für mich einfach nicht so wirklich rein.
      Ich bin gespannt. ob du das Buch noch lesen wirst, halt mich auf dem Laufenden 😀

      Oh ja,“kichern“ geht auch nicht. :O Keine Ahnung, wo manche Wörter so herkommen… Momentan lese ich ein Buch, in dem die Protagonistin sich in Selbstgesprächen immer selbst „Mädchen“ nennt – geht mir auch auf den Zeiger irgendwie. Ist natürlich alles Empfindungssache, aber so würde ich mich selbst nie nennen. Du? Schon witzig, wie hierzu die Empfindungen auseinander gehen, oder?

      LG
      Jacqueline

  2. Liebe Jaqueline,

    aaahh, also gibt es doch mal ein paar Kritikpunkte zu dem Buch. Bisher habe ich nur ein Hoch auf die Spannung und die Perspektivenwechsel gehört.
    Ich bin ein Liebhaber des Covers, aber die Story selbst hat mich noch nicht dazu gerissen, das Buch zu lesen.
    Ich habe Angst, dass bei 5 Protas und dementsprechend viele Perspektiven etwas untergeht.

    Liebe Grüße
    Tina

    • Liebe Tina,

      wie du gesehen hast, waren für mich ein paar Kritikpunkte vorhanden. Deine Ängste die 5 Protas betreffend kann ich verstehen, es ist immer ein schmaler Grat bei so vielen Charakteren eine gute und nachvollziehbare Trennung zu schaffen. War bei diesen aber kein Problem, wag dich ruhig ran 😉

      Liebe Grüße,
      Jacqueline

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