[Rezension] Vanitas #2 – Grau wie Asche

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1904

von Ursula Poznanski

Erscheinungstermin: 02. März 2020
Klappenbroschur,
400 Seiten,

ISBN: 978-3-426-22687-2
€ (D) 16,99 | € (A) 17,50
ebook € (D) 12,99

Verlag und Quelle für Bild, Autorenbeschreibung sowie Klappentext: Knaur Verlag


 

 

die Autorin: 

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, wo sie mit ihrer Familie auch heute lebt. Die ehemalige Medizin-Journalistin ist eine der erfolgreichsten Autorinnen deutscher Sprache: Mit ihren Jugendbüchern (von «Erebos» bis «Thalamus») steht sie Jahr für Jahr ganz oben auf den Bestsellerlisten, ihre Thriller für Erwachsene erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit. Nun hat sie eine der ungewöhnlichsten Heldinnen der Kriminalliteratur geschaffen – eine Blumenhändlerin mit dunkler Vergangenheit…

Spoilerwarnung: 

Für alle, die den vorangegangenen Band noch nicht gelesen haben, enthält diese Rezi natürlich eventuell Spoiler.

Falls ihr jedoch neugierig auf die Reihe seid, aber Band 1 noch nicht gelesen habt, meine Rezension dazu findet ihr hier

Klappentext:

„Seit wann muss man auf dem Friedhof um sein Leben fürchten?
Der neue Erwachsenen-Thriller von Ursula Poznanski um die Wiener Blumenhändlerin ist da: die Fortsetzung zu VANITAS – Schwarz wie Erde!

Carolin ist zurück in Wien, zurück in der Blumenhandlung am Zentralfriedhof. Sie weiß, dass ihre Verfolger sie nicht mehr für tot halten, doch wie es aussieht, haben sie ihre Spur in München verloren. Kaum beginnt sie sich wieder ein wenig sicherer zu fühlen, wird der Friedhof von Grabschändern heimgesucht. Immer wieder werden nachts Gräber geöffnet, die Überreste der Toten herausgeholt und die Grabsteine mit satanistischen Symbolen beschmiert. Nicht lange, und auf einem der Gräber liegt eine frische Leiche – ist jemand den Grabschändern in die Quere gekommen?
Die öffentliche Aufmerksamkeit und das Polizeiaufkommen rund um den Friedhof sind Carolin alles andere als recht – doch fast noch mehr irritiert sie ein junger Mann, der seit kurzem täglich den Blumenladen besucht. Nach außen hin gilt sein Interesse ihrer Kollegin, doch in Carolin wächst der Verdacht, dass er in Wahrheit hinter ihr her ist. Sie entschließt sich zu einem folgenreichen Schritt …

Ursula Poznanski, Autorin der Erebos-Megaseller, beglückt ihre erwachsenen Leser mit einem neuen Bestseller rund um die Sprache der Blumen.“

Meinung:

Nachdem Caro wieder zurück in ihr altes Leben durfte, versucht sie nun das Beste daraus zu machen. Leider ist da nach wie vor diese Paranoia, die doch einen gehörigen Teil ihres Alltags bestimmt. Doch Caro wäre nicht Caro, wenn es endlich ruhig in ihrem Leben werden würde, oder? Schon bald sieht sie sich wieder im Zentrum der Aufmerksamkeit von ermittelnden Behörden, da auf dem Friedhof, der an ihre Arbeitsstelle grenzt, nicht nur Leichen geschändet, sondern auch Menschen getötet werden. Und dann ist da noch dieser seltsame junge Mann, der ihr ein bisschen zu oft in der Blumenhandlung vorbeischaut…

Was mir zu Beginn ein bisschen gefehlt hat, sind kleine Erinnerungshilfen zur Vorgeschichte. Wir sind ab der ersten Seite wieder mitten im Geschehen, was zwar gleich Spannung aufbaut, aber ein/zwei kleine Rückblicke hätten mir persönlich besser gefallen. In der Regel reichen da ja bereits Halbsätze.

Nach wie vor finde ich jedoch die Idee der Kommunikation über Blumen wirklich interessant und originell, auch wenn dieses Thema in der Fortsetzung weniger thematisiert wird. Ich habe mich zumindest des Öfteren dabei erwischt, wie ich die Bedeutung mancher Pflanzen nachgeschlagen habe 😀

Während ich in Band eins noch Längen und Caros für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen kritisiert habe, muss ich dies nun zum Großteil revidieren. „Grau wie Asche“ hat nicht nur generell bedeutend mehr Pep, wir werden zudem mit weiteren Infos aus Caros Vorgeschichte verwöhnt, die sie uns deutlich näher bringt und lebendiger macht. Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass sie „dumme“ Sachen macht, wie Beweismittel vom Tatort entfernen oder ihre Nase zu tief in anderer Leute Angelegenheiten zu stecken -zumindest für jemanden, der ungesehen bleiben möchte-, aber zumindest weiß sie selbst, dass ihr Vorgehen nicht wirklich clever ist. Das macht es für mich dann doch besser 😉

Aber was mir richtig gut gefällt, ist, dass dieses Buch für mich wirklich wieder ein richtiger Poznanski ist. Spannung und Thrill sind durchgehend spürbar, die Gefahr ist nahezu immer greifbar, und wir werden mit viel unvorhersehbaren Wendungen verwöhnt. Noch dazu wird weder an grausamen noch an blutigen Details gespart, weder in der aktuellen Handlung, noch in den Rückblicken – da lacht das Herz des Thrillerlesers!

Für meinen Geschmack ist der Autorin eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Reiheneinstieg gelungen, die sie mit einem fiesen Cliffhanger zu Ende bringt… Bleibt nur zu hoffen, dass es bald weitergeht.

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