Memento 2, eine gelungene Fortsetzung der Dystopie, die enorme Vorfreude auf den Abschluss verspricht

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Die Feuerblume (Memento 2)

von Julianna Baggott


Originaltitel: Fuse
Originalverlag: Grand Central Publishing 2013

Aus dem Amerikanischen von Ulrich Thiele


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Erscheinungstermin: 19. Juli 2013 


Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 
541 Seiten, 22,2 X 15,2 X 4,4 CM
ISBN: 978-3833901867

€ 16,99 | AT: € 17,50 EUR


VERLAG: BAUMHAUS 

Die Autorin:


Julianna Baggott hat in den letzten zehn Jahren sechzehn Bücher veröffentlicht, vier davon sind bereits in deutscher Sprache erschienen. Insgesamt gibt es neununddreißig fremdsprachige Ausgaben ihrer Titel, die sie zum Teil unter Pseudonym schreibt, und ihre Romane wurden mehrfach ausgezeichnet. Julianna lebt mit Mann und vier Kindern in Florida. Neben ihrem Beruf als Schriftstellerin ist sie auch Dozentin für Kreatives Schreiben an der University of Florida.

Klappentext:


Eine düstere Welt ist es, in der die
16-jährige Pressia lebt. Vor Jahren wurde die Zivilisation von Bomben zerstört,
die Luft ist voller Asche und Gefahren lauern in jedem Winkel. Die Überlebenden
sind entstellt ? nur die Reinen, die im Schutz des Kapitols die Katastrophe
überstanden haben, sind unversehrt. Nachdem Pressia und Bradwell das
Militärregime besiegt haben, wollen sie nun eine eigene Armee aufbauen, um das
Kapitol zu stürzen. Und sie müssen das Geheimnis um ein Serum lüften, das
möglicherweise alle retten kann.



Dies ist der zweite Band der Memento-Trilogie.
Der dritte Band erscheint am 13. Juni 2014.






Charaktere:


Pressia versucht alles in Ihrer Macht
stehende, um den gesetzten Plan zu realisieren. Wenn nötig auch ohne Rücksicht
auf Verluste, was natürlich sehr Ihrem Gemüt des bekannten Trotzkopfs
entspricht. Sie zeigt sich ein zweites Mal als eine starke, jedoch gleichzeitig
ängstliche Frau, sobald es um Gefühle und Vertrauen geht. Bei all Ihren
Erlebnissen darf Sie das Ziel nicht aus den Augen verlieren, was sie auch zu
keinem Zeitpunkt tut.

Bradwell ist charakterlich stark. Er empfindet
es zu keinem Zeitpunkt als Bürde, ein Überlebender zu sein – trotz der
körperlichen Einschränkungen, die das mit sich bringt. Im Gegenteil, er ist
stolz ein Überlebender zu sein, was bei den meisten auf Verwunderung, manchmal
aber auch auf Unverständnis stößt Trotz der äußeren Umstände, häufigen
Angriffen und Rückschlägen sowie seiner komplizierten Beziehung zu Pressia,
versucht er unter allen Umständen das Ziel zu erreichen, nötigenfalls unter
Einsatz seines Lebens

Partridge ist hin und her gerissen zwischen
dem, was er tun sollte und dem, was er für richtig hält. Er möchte die anderen
nicht im Stich lassen und ist dabei versessen darauf eine friedliche Lösung zu
finden, ohne weiteres Blutvergießen. In Anbetracht der Tatsache, wie drastisch
sich seine Lage zuspitzt ist er gezwungen kreativ zu sein und nötigenfalls
Opfer zu bringen, was er bereitwillig auf sich nimmt
Lyda ist anfangs überfordert, von der Welt die
sich ihr eröffnet. Als eine Reine, sieht sie sich vielen Konfrontationen
gegenüber, die für Sie undenkbar waren. Sie durchlebt einen starken Wandel von
der behüteten Reinen, welche sie von Geburt an ist zu einer starken
Persönlichkeit, die nie wieder in die Lüge zurück möchte. Trotz mehrerer
emotionalen Hindernisse und vieler Hindernisse, beschreitet sie tapfer Ihren
Weg und bleibt Ihrem Herzen treu.
El Capitàn ist ein Kämpfer. Von seinem
ursprünglichen Tyrann ist so gut wie nichts mehr übrig, jedoch zögert er zu
keinem Zeitpunkt, das Nötige zu tun. Er ist hart und möchte ein Beschützer
sein, was er sowohl für seinen Teil der Gruppe sowie aufopferungsvoll für
Helmud jederzeit darstellt, auch unter schwierigsten Umständen. Entgegen seiner
ursprünglichen Haltung wird es emotionaler, was ihm sehr gut steht, auch wenn
er dies nicht so zeigen kann, wie er es gerne täte
Helmud ist in dem zweiten Teil zu manch einer
Überraschung gut, ist er doch bei Weitem nicht so einfach gestrickt, wie Band
eins vermuten lässt.




Meinung:


Julianna Baggott hat es geschafft, eine
mitreißende Dystopie zu erschaffen, welche auf Grund der ständig wechselnden
Perspektiven und der damit verbundenen Orte immer spannend bleibt. Ich empfinde
die Weiterentwicklungen der Charaktere als gelungen, auch wenn mich persönlich
Pressias emotionale Unsicherheit manchmal etwas stört. Man möchte zu jeder Zeit
wissen, wie es denn nun mit der Gruppe, dem Geschehen, aber auch mit den
Beziehungen untereinander weitergeht. Hier lässt sich auch die eine oder andere
Überraschung entdecken. Für mich hat es die Autorin gut umgesetzt, den Leser
dieses Szenario empfinden zu lassen und lässt somit auch manche Handlung,
obwohl in der heutigen Zeit nicht nachvollziehbar, somit trotzdem richtig und
schlüssig erscheinen. Der einzige Wehmutstropfen ist für mich der Ausgang des
Buches, da natürlich vieles offen bleibt. Hier ist klar zu erkennen, dass es
Vorfreude auf Band drei machen soll, was aber bei einer Trilogie nicht weiter
verwunden sollte.

Mein Fazit: 

4 von 5 Sternen


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