[Rezension] Zusammen wie Schwestern

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von Gayle Forman

Originaltitel: Sisters in Sanity
Originalverlag: HarperCollins Children´s Books
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Schäfer

Erscheinungstermin: 27. März 2019
gebunden,
288 Seiten,

ISBN: 978-3-8414-2239-2
€ (D) 14,99 | € (A) 15,50
ebook D & A: 12,99 €

Verlag und Quelle für Bild, Autorenbeschreibung sowie Klappentext: Fischer FJB


 

die Autorin:

Gayle Forman, geboren 1971, begann ihre journalistische Karriere beim ›Seventeen Magazine‹ und arbeitete dann für große Zeitschriften wie ›Cosmopolitan‹, ›Glamour‹ und ›Elle‹, bevor sie anfing, Romane zu schreiben. Inzwischen hat sie etliche Bestseller veröffentlicht. Sie lebt mit ihrer Familie in Brooklyn, New York.

Klappentext:

„Brit Hemphill hat niemanden mehr, dem sie vertrauen kann. Ihre Mutter ist verschwunden, und ihr Vater hat wieder geheiratet und sie ins Red-Rock-Internat abgeschoben, eine Einrichtung für Problemkinder. Die Betreuer dort sind grausam. Doch Brits Horror vor den sogenannten Therapiestunden und den erschöpfenden körperlichen Arbeiten ist nichts gegen die Angst vor ihren hinterhältigen Mitschülerinnen, die sich Vorteile erschleichen, indem sie andere denunzieren.
Doch als V, Bebe, Martha und Cassie ihr helfen, sich rauszuschleichen, um Jed zu treffen, den Jungen, mit dem sie in einer Band gespielt hat und an den sie nicht aufhören kann zu denken, wächst langsam in ihr die Zuversicht. Es gibt doch Menschen, denen sie vertrauen kann. Menschen, die ihr helfen könnten, Red Rock schließen zu lassen.“

Meinung:

Brit, die den Verlust ihrer Mutter, das Leben mit ihrem „Stiefmonster“ und einem Vater ertragen muss, der sich irgendwie immer weiter entfernt, wird von ebenjenem ins Internat abgeschoben. Nur dass sich nach und nach immer deutlicher herauskristallisiert, dass es sich mehr um ein Bootcamp handelt, mit strengen Regeln, rauen Umgangsformen und Therapien, die eher an Mobbing als an Heilung erinnern…

In diesem Umfeld lernt sie V, Bebe, Cassie und Martha kennen und lernt, dass alles leichter ist, wenn man alles „zusammen wie Schwestern“ durchsteht.

Vorab muss ich sagen, dass dies weder mein erstes, noch mein letztes Buch dieser Autorin war. Nicht nur, dass sie sich immer wieder sehr wichtigen Themen widmet, sie hat auch einfach einen sehr angenehmen Stil – auch, wenn sie immer wieder auch sehr unbequeme Wahrheiten thematisiert.
In diesem Buch erleben wir, wie Jugendliche von unqualifiziertem Personal betreut werden, um ihnen „Unarten“ wie Homosexualität, Aufmüpfigkeit, usw. auszutreiben. Auch wenn das genannte „Red Rock“ nur fiktiv ist, handelt es sich keineswegs um erfundene Dinge. Es wäre wohl nicht das erste Boot Camp, das einen eher monetären als pädagogischen Hintergrund hat.

Die Charaktere der Mädchen haben mir beim Lesen viel Spaß gemacht. Die Art und Weise, wie sie miteinander umgehen, wie sie sich näher kommen und natürlich auch immer mehr zueinander halten, war einfach toll. Ihre Freundschaft konnte mir sogar ein Tränchen entlocken, ab und an ist man eventuell auch ein bisschen neidisch. Vor allem die Weihnachtsszene hat es echt in sich 😉

Alles in allem wurde ich ein weiteres Mal angenehm überrascht, denn es handelt sich keineswegs um eine Geschichte pubertierender Teenies, wie man vielleicht annehmen könnte. Vielmehr habe ich eine bewegende Geschichte voll wichtiger Themen und der ein oder anderen Message bekommen, die man nicht oft genug betonen kann, wie: „Sei du selbst“ und „steht füreinander ein“.

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