[Rezension] Der Eisblumengarten

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von Guy Jones

Originaltitel: The Ice Garden
Originalverlag: Chicken House, 2018
Aus dem Englischen von Anne Braun

Erscheinungstermin: 27. März 2019
Hardcover,
224 Seiten, ab 10 Jahren

ISBN: 978-3-7373-5648-0
€ (D) 13,00 | € (A) 13,40
ebook D & A: 9,99 €

Verlag und Quelle für Bild, Autorenbeschreibung sowie Klappentext: Fischer Sauerländer


der Autor:

Guy Jones wurde in Botswana geboren, wuchs in Bedfordshire, England, auf und lebt heute mit seiner Frau und Stieftocher in St. Albans, England. Er verbrachte ein Jahrzehnt damit, fürs Theater zu schreiben, bevor er mit »Der Eisblumengarten« sein erstes Kinderbuch schrieb, das die englischen Leser sofort begeisterte.

Meinung:

Jess ist ein sogenanntes „Mondscheinkind“. Zutiefst allergen gegen jegliche Art von Sonneneinwirkung, kann sie nur überleben, wenn sie tagsüber ihren kompletten „Imkeranzug“ trägt.
Das geht so weit, dass sie sich nachts davonschleicht, nur, um zumindest manchmal das Haus ohne Schutzkleidung verlassen zu können. Doch eines Nachts entdeckt sie das Ungeheuerliche: einen versteckten Garten, komplett aus Eis, und -was das Beste ist- ohne Sonne! Doch es beschleicht sie mehr und mehr die Erkenntnis, dass sie dort allem Anschein nach nicht alleine ist…

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, habe ich heute keinen Klappentext zitiert. Das habe ich bewusst so gemacht, denn er greift nach meinem Geschmack viel zu weit vor und wird vermutlich somit auch für den ein oder anderen Punktabzug verantwortlich sein. Ich habe mich beim Lesen noch gewundert, warum diese Geschichte auf anderen Rezensionsportalen in Summe „nur“ 4 Sterne bekommt, wobei das ja absolut nicht schlecht ist, ihr aber eigentlich -meiner Meinung nach- nicht ganz gerecht wird.
Denn wenn sie eins ist, dann zauberhaft! Die kleine Jess wird mit ihren Sehnsüchten so plastisch dargestellt, dass man sofort in ihre Gedanken- und Gefühlswelt abtauchen kann.
Durch ihre Krankheit ist sie ziemlich einsam und das führt, wie bei vielen Kindern, zu einer immensen Portion Fantasie, mit der sie über den Tag und durch die Nacht kommt. Ihre erdachten Geschichten kann man nahezu vor sich sehen.
Und auch der Eisblumengarten mit seinen Bewohnern ist einfach magisch! Die beschriebenen Pflanzen und Lebewesen sind detail- und facettenreich und absolut liebevoll erdacht.

Dazu kommt der Fakt, dass diese Geschichte nicht nur geschrieben wurde um schön zu sein, sie soll auch etwas vermitteln. Entsprechend findet sich einiges Lehrreiches hinter den Bildern, was für mich für eine schöne Geschichte ebenso wichtig ist.

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle eigentlich nicht verraten, sondern lieber empfehlen, sich von Jess´ uns Owens Reise verzaubern zu lassen. Für mich ist sie so bewegend, hinreißend und berührend, dass ich mich gerne von ihr habe entführen lassen.

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