[Rezension] Königreich der Wälder #2 – Auf immer gefangen

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von Erin Summerill

Originaltitel: Ever the Brave
Originalverlag: Houghton Mifflin Harcourt, 2017
aus dem Englischen von: Nadine Püschel

Erscheinungstermin: 31. August 2018
Hardcover, gebunden mit Schutzumschlag,
464 Seiten, ab 14 Jahren, 14,8 x 22,0 cm

ISBN: 978-3-551-58354-3
D: 19,99 € | A: 20,60 €
ebook D: 13,99 €

Verlag und Quelle für Bild, Autorenbeschreibung sowie Klappentext: Carlsen

die Autorin: 

Erin Summerill, in England geboren, wuchs in Hawaii, Kalifornien und schließlich in Utah auf. Sie studierte Literaturwissenschaft an der Brigham Young University in Salt Lake City, begann zu schreiben und wurde Hochzeitsfotografin. Wenn sie nicht auf Reisen ist, dann lebt sie mit ihrer Familie in Utah, zusammen mit zwei Hunden, einer Katze, ein paar Hühnern und ganz vielen Büchern. »Auf immer gejagt« ist ihr Debüt.

Klappentext:

„Tessa will endlich ein ruhiges Leben führen, an der Seite von Cohen, dem Freund aus Kindertagen. Doch seit sie mit ihrer neu entdeckten Fähigkeit den jungen König Aodren gerettet hat, sind sie durch ein magisches Band vereint – vielleicht unlösbar. Dass Aodren Tessa als Adlige an den Hof holen will, macht es nicht leichter. Denn dort erwarten sie Menschen, die ihre Magie missbrauchen wollen. Tessa muss ihre Kräfte beherrschen lernen, sonst sind ihr Leben, das Königreich und vor allem ihr Herz in größter Gefahr.“

Spoilerwarnung: 

Für alle, die den vorangegangenen Band noch nicht gelesen haben, enthält diese Rezi natürlich eventuell Spoiler.

Falls ihr jedoch neugierig auf die Reihe seid, aber Band 1 noch nicht gelesen habt, meine Rezension dazu findet ihr hier

Meinung:

Noch immer von Cohen getrennt, wünscht sich Tessa nichts mehr, als ihre Ruhe. Ein Leben ohne Angst vor der Entdeckung, mit Cohen an ihrer Seite und vor allem ohne dieses lästige Band zum König! Wenn sie nur wüsste, wie sie dieses trennen kann oder wie sie Cohen diese doch etwas intime Bindung gestehen kann, ohne ihn zu verletzen oder gar zu verlieren.
Indes ist Cohen nach wie vor auf der Suche nach Phelia, die ihm jedoch immer einen Schritt voraus zu sein scheint!
Ja und König Aodren? Der sollte eigentlich nach Jamis´ Verrat ganz andere Sorgen haben, doch er denkt nur noch an eins… Tessa!
Doch schon bald soll sich das alles ändern und alles in Bewegung bringen.

Seit ich den ersten Band dieser Dilogie gelesen habe, der mich wirklich begeistert hat, erwartete ich diese Fortsetzung voller Vorfreude. Leider wurde sie etwas getrübt, da ich beim Lesen entsetzt feststellen musste, dass vieles einfach nicht mehr so präsent war, wie es sollte. Leider hat die Autorin im Gegenzug für meinen Geschmack auch nicht wirklich viel Augenmerk auf die Auffrischung der Geschehnisse gelegt, sodass das Einlesen leider deutlich zäher war, als gedacht. 1,5 Jahre sind doch etwas viel – so ganz ohne kleine Stütze.
Nun gut, nach einer Weile kamen die Zusammenhänge und Personen -zumindest weitestgehend, an Lirra zum Beispiel kann ich mich nach wie vor nicht erinnern- wieder zurück, wobei die Erzählweise aus den drei Perspektiven Tessa, Cohen und Aodren natürlich sehr hilfreich ist.
Schreibstil und Bildhaftigkeit kann ich auch nur ein „Check“ geben, hierbei steht die Fortsetzung dem ersten Teil in nichts nach!
Auch was Abwechslungsreichtum und Kreativität betrifft, wurde ich wieder komplett verwöhnt. Ein Knall jagt den nächsten und keiner unserer Charaktere kommt so richtig zur Ruhe – für Action und Spannung ist definitiv gesorgt. Als ich erstmal wieder in der Geschichte drin war, fiel es mir wahrlich schwer, wieder aus dem Sog und Kontrast von Täuschung, Intrigen, Gewalt zu Freundschaft, Toleranz und Herz, aufzutauchen. Vor allem, weil eigentlich durchgehend Gefahr um Leib und Leben herrscht und das von gar vielen Seiten!

Ihr seht, zum großen Teil konnte mich auch dieser Abschluss wieder begeistern, jedoch gibt es dieses Mal auch ein ABER von mir. Band 1 konnte mich sehr überraschen, weil viele Dinge einfach überhaupt nicht klischeehaft oder nach Schema F liefen. Oft wenn man meinte, oha, jetzt kommt das und das, wurde man schlichtweg eines anderen belehrt. Vor allem, was die Herzensangelegenheiten betrifft, hatte ich feste Vorstellungen, die dann -zum Glück- eben völlig anders als erwartet, gelöst wurden. In „Auf immer gefangen“ ist Erin Summerill das für meinen Geschmack nicht mehr ganz so gut gelungen. Durch das Band und Aodrens Gefühle entsteht das von mir allseits gefürchtete Dreieck, wenn auch zum Teil hauptsächlich in den Köpfen der Protas. Aber daraus resultiert einfach ein bisschen Hin- und Her, das für mein Empfinden nicht nötig gewesen wäre -zumindest nicht so ausgeprägt-, und so mich die ein oder andere Länge entstehen ließ. Und das, obwohl mir eigentlich immer klar war, wie das Ganze enden wird. Hier wäre für mich weniger mehr gewesen.

Alles in allem ein würdiger Abschluss, der trotz kleiner emotionaler Längen, definitiv punkten konnte. Ich für meinen Teil habe gerne mit Tessa den Wald besucht und mit Cohen gejagt.

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