[Rezension] Die Runenmeisterin #2 – Das Eiserne Buch

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von Torsten Fink

Erscheinungstermin: 14. Februar 2020
Hardcover mit Schutzumschlag, Kaltfolie und Prägung
464 Seiten, ab 13 Jahren

ISBN: 978-3-522-20266-4

€ (D) 17,00 | € (A) 17,50
ebook € (D) 12,99

Verlag und Quelle für Bild, Autorenbeschreibung sowie Klappentext: Thienemann

 

der Autor: 

Torsten Fink, Jahrgang 1965, aufgewachsen an der Nordsee und im Nahetal, arbeitete lange als Texter, Journalist und literarischer Kabarettist. Er schreibt und lebt heute in Mainz, am liebsten mit Blick auf den Dom.

Spoilerwarnung: 

Für alle, die den vorangegangenen Band noch nicht gelesen haben, enthält diese Rezi natürlich eventuell Spoiler.

Falls ihr jedoch neugierig auf die Reihe seid, aber Band 1 noch nicht gelesen habt, meine Rezension dazu findet ihr hier

Klappentext:

„Zwar konnte Ayrin die Bedrohung durch den Hexenfürsten abwenden, doch dadurch wurde dieser erst auf sie und ihr großes magisches Talent aufmerksam. Nun will er das Mädchen dazu verführen, schwarze Runen zu zeichnen, um es so auf die dunkle Seite der Magie zu ziehen. Deshalb bringt er allerlei Unglück über Ayrins Freunde. Sogar den erfahrenen Runenmeister infiziert er mit einer Krankheit, die ihn erblinden lassen wird. Ayrin setzt alles daran, Meister Maberic zu retten. Aber dazu muss sie das Eiserne Buch, ein legendäres, machtvolles Runenbuch, das seit Langem als verschollen gilt, finden. Ayrin weiß nicht, dass gerade dieses Buch sie auf den dunklen Pfad führen soll. Nur der Hexenfürst kennt die schwarzen Runen, die es enthält. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.“

Meinung:

Wie zu befürchten, versucht der Namenlose sich einen neuen Körper zu ergaunern, um seinem Ende auszuweichen. Natürlich geschieht dies auch, da er mit Ayrin noch eine Rechnung zu begleichen hat.
Doch sie hat leider ganz andere Sorgen. Nicht nur, dass sie ihren Bruder Baren und einen gewissen Leutnant vermisst – nein, plötzlich geschieht auch etwas Sonderbares mit Lar Maberic. Und sie ist vielleicht die Einzige, die ihn retten kann, denn scheinbar gibt es nichts, was man gegen sein nahendes Ende tun kann.

Ein weiteres Mal dürfen wir Ayrin, Maberic und weitere alte Bekannte auf ihrem Abenteuer gegen den Namenlosen begleiten.
Wir lesen die Geschichte abwechselnd an drei Schauplätzen, wir begleiten Ragne, Ayrin und den Namenlosen, was -durch kurze Einblicke in die jeweiligen Gedanken und Pläne- für gelungene Abwechslung und Spannung sorgt. Es werden düstere Pläne, Ränke und Machenschaften geschmiedet, und man weiß als Leser nie, wo das Geplante geschehen, wie hart es zuschlagen und ob die betroffene Person noch einen Weg finden wird, das Ganze abzuwenden. Vor allem gibt es einige unbekannte Motive, bei denen man sich einfach überraschen lassen muss, da man noch nicht wirklich weiß, in welche Richtung es sich entwickeln wird. Das mit dem Vertrauen ist ja immer so eine Sache 😉
Als gelungenen Kontrast zu dem düsteren und todbringenden Setting, dienen die vielen auflockernden und stellenweise lustigen Szenen – nicht selten musste ich über die Kabbeleien zwischen Ragne und Tsifer schmunzeln, aber auch die Gesprächen zwischen Hufting, Ayrin, Bo und Maberic haben einen ganz eigenen Charme und erhellen das Geschehen mit Sarkasmus und zotigen Frotzeleien.

Wer meine Rezension zu Band 1 gelesen hat, weiß, dass ich hierzu ein paar Kritikpunkte hatte.
Zum einen waren mir die Charaktere etwas zu farblos. Gerade die für mein Empfinden „vorlaute“ Ayrin bekommt deutlich mehr Tiefe und ist nun auch reifer. Gerade bei ihr konnte ich eine schöne Entwicklung verfolgen. Sie ist noch immer direkt und forsch, aber eben nicht mehr so unbedacht und frech. Die aktuelle Ayrin gefällt mir bedeutend besser.
Zum anderen habe ich lose Enden der Story kritisiert – diese werden nicht nur wieder aufgenommen, sondern auch zu meiner vollsten Zufriedenheit weiterbehandelt – von daher habe ich diesbezüglich nichts mehr auszusetzen 😉

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich jedoch.
Ich empfand den Einstieg als etwas lang, die Geschichte dreht sich für meinen Geschmack ein bisschen im Kreis, ohne wirklich voran zu kommen – das hätte man gerne etwas straffen können.
Des Weiteren fand ich die Häufigkeit, mit der Ayrin und Ragne von ihren Reisebegleitern etwas gefragt werden wie „hörst du es nicht?“, wahlweise zu ersetzen durch „siehst“ oder „fühlst du es nicht“, gegen Ende wirklich anstrengend. Es gibt eigentlich kein Gespräch, in dem nicht eine dieser Fragen/Vorwürfe vorkommt, das war mir ein bisschen viel auf Dauer. Wäre ich anstelle der Damen gewesen, wäre ich vermutlich völlig eskaliert 😀 Keine Ahnung, ob nur mich das stört, aber tut mir leid, es war einfach echt viel…

Alles in allem war „Das eiserne Buch“ für mich jedoch eine gelungene Fortsetzung, die den Reiheneinstieg definitiv übertrumpfen konnte. Torsten Fink punktet mit reiferen und dem Leser näheren Protas, witzigen Dialogen und spannenden Entwicklungen mit einen sehr überraschenden Ende. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung

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