[Rezension] Die Königschroniken #2 – Ein Reif von Bronze

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von Stephan M. Rother

Originalausgabe

Erscheinungstermin: 27. März 2018
Klappenbroschur,
352 Seiten,

ISBN: 978-3499403576
€ 14,99 (D) | € 15,50 (A)
ebook € 9,99 [D]

Verlag und Quelle für Bild, Autorenbeschreibung sowie Klappentext: Rowohlt


 

der Autor: 

Stephan M. Rother wurde 1968 im niedersächsischen Wittingen geboren, ist studierter Historiker und war fünfzehn Jahre lang als Kabarettist unterwegs. Seit einem Jahrzehnt veröffentlicht er erfolgreich Romane, darüber hinaus ist er als Übersetzer tätig. Stephan M. Rother ist verheiratet und lebt in einem verwinkelten Haus voller Bücher und Katzen am Rande der Lüneburger Heide.

Klappentext:

„Die Welt gleicht einem Rad, das aus der Spur geraten ist.
Nach sieben Jahrhunderten hat der Stammesfürst Morwa endlich die Völker des Nordens geeint – und einen uralten Fluch heraufbeschworen.
Seine Tochter Sölva, gezeugt mit einem Kebsweib, findet sich zwischen den Fronten wieder und muss sich einer gespenstischen Magie stellen, die die endgültige Vernichtung bringen kann und doch die einzige Hoffnung auf Rettung ist.
Die Südländerin Leyken lebt als Gefangene im goldenen Käfig. Da scheint sich unvermittelt die Gelegenheit zur Flucht zu ergeben. Was aber, wenn es sich um eine Falle handelt?
Die Raunacht ist gekommen, und mit ihr die Dunkelheit. Unter dem blutroten Banner ihres Propheten treten die gefürchteten Korsaren an, das Reich der Esche zu zerschlagen.
Das Mädchen aus dem Norden und die Frau aus dem Süden: Sind sie der Schlüssel zum Schicksal ihrer Welt?“

Spoilerwarnung: 

Für alle, die den vorangegangenen Band noch nicht gelesen haben, enthält diese Rezi natürlich eventuell Spoiler.

Falls ihr jedoch neugierig auf die Reihe seid, aber Band 1 noch nicht gelesen habt, meine Rezension dazu findet ihr hier

Zitate:

„Ein Schlag gegen den Traum, die Völker des Nordens zu einen ehe die Dunkelheit kam. In jenem Augenblick aber, da sich der Traum erfüllt hatte, lag er bereits in Trümmern, und der Fluch war erwacht. Die Dunkelheit war da.“ Seite 82

Meinung:

Die Lage im Reich spitzt sich bedrohlich und unaufhaltsam zu. Während ein Krieg zwischen Vater und Sohn in den Nordlanden unausweichlich scheint, die Raunacht kommt und schlechte Zeiten für die Menschen bringt, kämpfen andernorts Pol und Leyken für ihre eigenen Ziele und ihr eigenes Überleben. Und indes die schwangere Ildris scheinbar im Sterben liegt, geschehen mysteriöse und bedrohliche Dinge, die nicht leicht zu erfassen sind. Werden unsere Protagonisten diese Gefahren überstehen können? Wird die Esche fallen? Fragen über Fragen, auf deren Antworten ich schon sehr gespannt war!

Von der ersten Seite an schaffte Stephan M. Rother es, mich an das Geschehen zu fesseln. Mit dem gewählten Schreibstil, der für meinen Geschmack immer einen Touch Mittelalter mit sich bringt und somit hervorragend in den Fantasybereich passt, bleibt einem aber ja auch gar nichts anderes übrig! Ich muss gestehen, dass ich einen solchen Stil zwar unheimlich gerne lese, es mir aber im gleichen Zug immer öfter auffällt, dass er sich nicht mit Ablenkungen jeglicher Form in Einklang bringen lässt. Um dieses Werk wirklich genießen zu können musste ich mich wirklich zurückziehen und tief in die Geschichte eintauchen.
Dafür wurde ich ein weiteres Mal mit viel Kreativität und Fantasie, Exkursionen ins Übernatürliche sowie einer gehörigen Portion Spannung und brachialer Action belohnt. Und natürlich erleben wir auch erneut ein paar derbere Moment -dafür befinden wir uns schließlich im Krieg-, mit Blut, Innereien und Brutalität.

Gelungen fand ich auch, dass der Autor das Vorangegangene zu Beginn erneut aufgreift. Bei der Anzahl an Schauplätzen und vor allem Namen, wird das für viele Leser hilfreich sein. Wobei man die Hauptcharaktere natürlich alleine schon an ihrer unterschiedlichen Art gut auseinander halten kann, aber ich habe ja leicht reden. Schließlich ist Band 1 bei mir noch nicht allzu lange her 😉

Am meisten hat mich jedoch die Atmosphäre der Geschichte gefangen genommen. Brutal, düster und dennoch voller Hoffnung, wurde ich eingeladen, bestehende Geheimnisse zu lüften, aber auch auf neue zu stoßen, die dann hoffentlich im nächsten Band gelöst werden. Zumindest haben mich einige Details doch sehr zum Grübeln gebracht. Ich bin gespannt, ob ich auf der richtigen Fährte bin…

Das Einzige was ich mir anders gewünscht hätte, sind einzelne Handlungsstränge, die für mein Empfinden in Summe wenig Neues zutage fördern. Die Kapitel um Pol zum Beispiel sind zwar in sich spannend und toll zu lesen, aber effektiv haben wir -außer kurz vor Ende- eigentlich nicht viel in dem Bereich erfahren. Aber nun gut, bleiben mehr Überraschungen für die Fortsetzung. Ich freue mich schon sehr darauf!

1 KOMMENTAR

  1. Hey Jacqueline,

    eine tolle Rezension zum Buch. Meine Rezension zum zweiten Teil wird morgen auf meinem Blog online gehen und ich möchte dich dort gerne verlinken. Solltest du das nicht möchten, einfach eine kurze Mail schreiben, dann nehm ich das wieder raus.

    LG, Moni

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